The Lightning Garden

Der Podcast übers urbane Kleingärtnern

   Jan 05

TLG014 – Neues Jahr, neues Glück

Es war Silvester, das heißt: Unser erstes komplettes Gartenjahr liegt hinter uns. Wir haben schon viele Dinge erzählt, wollen an dieser Stelle aber noch einmal einen generellen Rückblick geben, wie wir das so erlebt haben. Und so langsam aber sicher konkretisieren sich auch die Pläne für das neue Jahr. Außerdem haben wir uns umgeschaut, wie es anderswo so mit den Gartendingen aussieht.

Shownotes:
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   Nov 17

Sinnliches und Entspannendes

Hier im Artikel “Sinnliches und Entspannendes” findet ihr Leselektüre die sich direkt und weitestgehend mit allem beschäftigt, was im Garten unsere Sinne anspricht und den Erholungswert steigern soll. Es geht viel um Duft und um Licht und Farben. Einfach auf “read rest entry” klicken und durchscrollen, vielleicht ist ja die ein oder andere Idee dabei…

 

 

Das Garten-Praxisbuch “Kräuter” von George Carter

Ein Kräuterbuch der anderen Art. Bezaubernd in Format und Aufmachung sprengt es manche Norm des Bücherregals. Der Schwerpunkt dieses Buches liegt im Arrangement und in der Wahrnehmung der Kräuter, deshalb findet ihr es in dieser Rubrik. Angenehm an den Ideen; das meiste ist auf wenig oder kleinen Raum ausgelegt, schön in Szene gesetzt und gut beschrieben. Etwas für Menschen die Besonderes lieben <3

Die von uns angegebene Verlinkung – kann eine andere Ausgabe des britischen Autors sein, muss aber nicht. Das von mir beschriebene Buch heißt “Das Garten-Praxisbuch, Mit 20 Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Kräuter”und ist vom Weltbildverlag als Club Premiere herausgegeben. Auf dem Hartcover sieht man ein Arrangement aus Rotklee, Schmetterlingsflieder und purpurnem Allium.

 

Duftgärten “Rezepte” von Helga Urban

Kleines Booklet das besonders für Menschen geeignet ist die schnell etwas schönes haben möchten. Es gibt für verschiedene Bereiche im Garten sogenannte “Rezepte” mit Einkaufsliste und Pflegeanleitung. aber auch für den besonneren Planer finden sich hier viele Möglichkeiten an Kombinationen oder bestimmte Sortenempfehlungen die man aus den fertigen Rezepten herausnehmen kann. Ab und zu kam ich etwas ins stolpern in diesem Booklet, und war mir unsicher ob hier zu schnell geschrieben wurde, schneller zusammengerafft wurde – auf Grund der minimalistischen Ausgabe oder andere Erfahrungswerte bei der Verfasserin vorlagen. So wird zB. die “Orangenblume” als winterhart beschrieben. Sie sprach mich an da sie vom Duft passend zu einer bestimmten Hosta (Funkien) Sorte erwähnt wurde. Die Orangenblume stammt jedoch aus den südlichsten Teilen Nordamerikas wie zB. Mexiko – und ist wirklich nur bedingt winterhart. Im Booklet heißt es “Die Orangenblume ist das Pflegeleichteste was man sich vorstellen kann. Ausser – im Winter! Wenn viel nasser Schnee auf ihr liegt sollte man die Äste abschütteln damit sie nicht brechen..” Vielleicht erklärt – das Helga Urbans “Weißer Garten” in Frankfurt am Main liegt. Frankfurt liegt in einer Kuhle – umringt von Autobahnen, wirkliche Minusgrade sind somit äußerst selten. Bei Schneefall liegen die Temperatutren immer noch kurz über Null Grad. Drum prüfe was Du liest! Trotzdem und Gerade deswegen – sehr schönes Booklet!

 

“Mein Garten am Abend” von Ute Bauer

Sehr schönes Booklet das sich mit dem Thema beschäftigt: wie bepflanze ich meinen Garten, wenn ich ihn doch nur am Abend genießen kann. Es geht um Licht und Duft aber auch generell um die Farbgestaltung beim Pflanzen. Viele Blumen und Pflanzen wirken am farbenprächtigsten bei Tageslicht. Wenn ich meinen Garten jedoch frühestens zum Abendlicht und in der Dunkelheit genießen kann, lohnt es sich über diesen Aspekt nachzudenken.So gibt es auch ein Kapitel über Mücken, offenes Feuer und Wärme, sowie Windschutz.Wie von mir im Podcast schon einmal erwähnt empfinde ich den Schreibstil etwas anstrengend  – aber für so ein kleines Buch eine sehr bereichernde und intensive Auseinandersetzung mit der Thematik.

 

“Ein Garten der Düfte” von Helga Urban

Ein Buch wie man es von Helga Urban erwartet. Ich traf sie vor einigen Jahren, ganz Dame , im Frankfurter Palmengarten zur Kamelienausstellung und besuchte danach mit meiner Mutter eine Ihrer Führungen in Ihrem “Weißem Garten”. Sehr exclusiv gestaltetes Buch welches schwer und angenehm in den Händen liegt. Intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Duft. Es geht, fast philosophisch um die Grundfrage des Duftes, der Vielfalt an Möglichkeiten von Duft im eigenen Garten bis hin zur Gestaltung und einem Lexikon von duftenden Pflanzen, geordnet nach unterschiedlichen Eigenschaften. Eine Empfehlung für alle Menschen denen dieses Thema in Ihrem Garten wichtig erscheint und sich gerne ausschweifender damit beschäftigen möchten..


   Nov 16

Kleingärtnertum und Historisches

Wenn Du Dich für die Geschichte der Kleingärten interessierst oder Klassiker bzgl. Garten, Flora und Fauna suchst, wirst Du vielleicht in diesem Artikel fündig.Vieles was heute seltsam klingt ergibt auf einmal,wenn man die Hintergründe kennt, einen Sinn und es wird leichter “neue-alte” Wege einzuschlagen. Einfach “read the rest of the entry” klicken und durchscrollen…

“Berliner Laubenpieper”

Dieser wunderschöne schwarz-weiße Fotoband beschreibt “nebenbei” die Historie der Kleingärten. Beginnend in Kiel über Leipzig und dann kam Berlin, usw. Es ist eine wilde Geschichte und spannend zu lesen. Vom Pauperismus in den Nationalsozialismus bis ins Heute, hier und jetzt. Entstanden ist es 1987 als die Kleingartenkolonien, ähnlich heute,  massivst bedroht waren.

Wir bekamen unser Exemplar von einem befreundeten Antiquar im Kiez zum Garteneinzug geschenkt. Leider hat es durch die Feuchtigkeit in der Laube schon etwas gelitten.

Von uns als Empfehlung – ein Muss!

 

“Das praktische Gartenbuch” von Horst Koehler

Faszinierend die Fülle und Tiefe der Themen. Der Aufwand heute ein solches Buch zu schreiben ist wahrscheinlich nicht mehr bezahlbar. Ihr findet im Netz verschiedene Ausgaben, unsere ist von 1970 oder sogar 1952. Das Buch beginnt mit allen Rechtsfragen, dem Boden, biologischem Grundwissen für Düngung und Pflanzen,unterschiedlichen Gärten und Pflanzen bis zum Pflanzenschutz. Besonders spannend ist, dass in diesem Buch beschrieben wird (wie wir heute wissen) was im Zuge der “kleingärtnerischen Nutzung” innerhalb von kaum drei Jahrzehnten verloren ging. Gerade unter den Gehölzen findet ihr vieles was heute sehr langsam wieder Einzug in unsere Gärten hält. Ähnlich auch unter der Rubrik Gartenarbeit.

Dieses Buch wurde uns von einer Nachbarin geschenkt. Sie hatte es 1972 von Ihrem Vater zur Gartenübernahme erhalten. Es hat uns sehr beeindruckt! Absolut empfehlenswert!

 

“Naturführer Deutschland” von H.W. Smolik

Dieses Buch hat für uns eine besondere Geschichte. Christian brachte es mit in die Laube. Es ist im Westen gedruckt. Er bekam es damals noch “Osten” zum Geburtstag geschenkt – was wohl eindeutig für den “Naturführer” spricht.

Er ist in dieser Kategorie gelandet, da er Generationen, auch über Mauern hinweg, Insekten, Schmetterlinge , Wildpflanzen ( etc.) erklärte…die hielten sich nämlich auch nicht an Grenzen!

 

 


   Nov 14

Wildes und Heimisches

Auch abseits dessen, was wir in unseren Gärten selbst anbauen, gibt es eine ganze Menge zu entdecken. Die Natur bietet auch direkt so einiges, was nutzbar, lecker und gesund ist. Hier stellen wir euch einige Büchlein vor, die uns selbst gefallen und weitergeholfen haben. (mehr …)


   Okt 16

TLG013 – Vorsicht, Sonnenblumen-Fällarbeiten!

Wir haben unsere kleine Herbstdepression aus der letzten Folge überwunden und entdeckt, dass wir dann doch in einer spannenden Jahreszeit angekommen sind. Es wird geerntet und das kommende Jahr vorbereitet. Wir haben also gar keine Zeit, über die kürzer werdenden Tage und die sinkenden Temperaturen zu jammern. Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt!

Über 3 Meter hohe Sonnenblumen fällen

Über 3 Meter hohe Sonnenblumen fällen

Shownotes:
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   Okt 05

Erntedank

Es gibt ja zweierlei Arten von Festen. Die rauschenden Partys, auf denen man jede Menge Spaß hat. Und dann diese kleinen, mehr oder weniger spontanen, die ihren ganz eigenen Reiz haben und äußerst intensiv sind. Zur ersten Sorte gehört in unserer Gartenkolonie das große Sommerfest, an dem jung und alt in Scharen herbeiströmen und bis in den Morgen den Sommer feiern. Der Höhepunkt des Jahres für den Kleingartenverein.

Und dann, dann wurde heute auf der anderen Seite der Skala Erntedank gefeiert. In viel kleinerer Runde, spontaner, unorganisierter und – wie es sein soll – mit Demut vor dem, was uns allen unser kleines Stück Erde zu schenken vermag.

Einblicke in die Ernte des Jahres

Einblicke in die Ernte des Jahres

Nach all den perfekt organisierten Feiern in der Kleingartenwelt, waren wir anfangs doch etwas skeptisch und verwundert darüber, dass eine Stunde vor dem offiziellen Beginn auf dem Festplatz im Grunde noch nichts zu sehen war. Es gab keine Essensstände, keinen Bierwagen, keine Sitzgelegenheiten – nichts. Trotzdem haben wir unseren großen Kürbis, einen bunten Blumenstrauß, ein Bündel frisch geernteter Tabakblätter, einige Gläser mit Samen für die nächste Saison und Anregungen für die Winter-Lektüre in unsere Schubkaare geladen und waren pünktlich vor Ort.

Und zusammen mit uns kam die kleine Schar jener Tapferen, die auch jetzt im Oktober noch in ihren Gärten sind, und brachten mit, was ihre Parzellen zu bieten haben. Manch einer nur ein Körbchen mit leckeren Äpfeln oder Trauben, einige etwas mehr und die Spezialisten ihre Raritäten. Die Unterschiede waren groß, aber es kam nicht das Gefühl auf, dass es hier um höher, schneller, weiter ging. Man freute sich für die Erfolge der anderen und das Eigene für das kommende Jahr mit anderen Teilen zu können. So werden die einen im kommenden Jahr Bohnen und Zucchini aus Samen ziehen, die andere Gärten in diesem Jahr hervorbrachten, und wir haben schon eine Quelle für weitere bemerkenswerte Tomaten.

Die Tomaten des Siegers

Die Tomaten des Siegers

Was sonst gebraucht wurde, kam schnell zusammen. Hier brachte jemand einen Topf Suppe, dort holte jemand schnell Bänke aus dem Schuppen und man saß gemütlich beisammen. Und ja: Es gab dann doch noch so etwas wie einen Wettbewerb. Jeder erhielt eine handvoll Erbsen und konnte sie in Becher verteilen, die bei den jeweiligen Ernten standen. Ob gewollt oder nicht war das Konzept aber durchaus so passend, auch hier nicht etwa Konkurrenz aufkommen zu lassen. Jeder hatte so viele Erbsenpunkte zu vergeben, dass getrost mehrere in jeden Becher geworfen werden konnten. Selbst kleine Beiträge kamen so zu ansehnlichen Punktzahlen und dem Sieger gönnte wirklich jeder die ihm zustehende Anerkennung – sie galt immerhin einer wirklich bemerkenswerten Sammlung verschiedener Tomaten, Paprikas und Auberginen.

Ein Teil unseres Beitrags

Ein Teil unseres Beitrags

Unser Beitrag hat immerhin die zweitmeisten Erbsenpunkte erhalten – was uns im allerersten Gartenjahr schon auch stolz macht. Nun sitzen wir hier in unserer Laube und werden morgen mit neuem Ehrgeiz beginnen, die Grundlagen dafür zu schaffen, in einem Jahr erneut Danke sagen zu können – unserem Garten für viele Leckereien und unseren Nachbarn dafür, dass sie auch hier sind.


   Sep 28

“Frühlingsgefühle” bedacht im Herbst

Jetzt geht sie wieder los, die Zeit in der sich Gärtner schon Gedanken um ihre Frühlingsgefühle machen. Neben Erntefleiß und Rottönen sieht man sie überall – Blumenzwiebeln.

Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen und Tulpen in Hülle und Fülle – Farben und Formen. Schon in meinem Beitrag “Vom Schneeglöckchen zur ökologischen Blumenzwiebel” schrieb ich über einiges was mir begegnete. In diesem Blogbeitrag findet ihr noch immer die Links von verschiedenen Anbietern. Bei mir kam dann ein Gedankengang zum Nächsten: Was möchte ich in meinem Garten? Was mache ich da eigentlich mit meiner Macht als Konsument? …und was lasse ich da mit mir machen? Was gibt es für Alternativen?…und wie gestaltet sich mein Garten dann?

schnegloekchen

In der Regel wird man um den ein oder anderen Kauf dann doch nicht herumkommen und gewiss sind ökologische Schneeglöckchen aus den Niederlanden bestellt – was den Transportweg angeht – auch bedenklich.
Nach meinem kurzen Gespräch mit Michael Camphausen auf dem Berliner Staudenmarkt (Botanischer Garten/Dahlem) – wusste ich zumindest warum es so wenige Anbieter in diesem Sektor gibt. Zwiebeln sind sehr krankheitsanfällig. Besonders Raritäten und Ausgefallenes. Seine ehrliche und direkte Antwort gefiel mir. Es liegt also in meiner Hand.

…und,

Was ich gelernt habe in diesem ersten Jahr:

“Schneeglöckchen” vermehren sich am besten über Samen – zur Befruchtung und Samenbildung benötigt man Ameisen im Garten! Am besten pflanzt man abgeblühte Pflanzen (wie ich sie saisonbedingt im Februar – abgeblüht – von Wim Postema / Ecobulbs geschickt bekam) – und nicht halbtrockene Zwiebeln im Herbst aus dem Baumarkt. Frag Deine Nachbarn, kauf dir reduzierte, abgeblühte Pflanzen beim Floristen, frag in Gartenforen und lass sie in Tüten verschicken…. Gebe Ausreißern ein neues zu Hause ;)
Meine Schneeglöckchen im Garten hatten alle Samen gebildet und ich bin guter Hoffnung das sie sich vermehren. Auf die Schneeglöckchen von Ecobulbs muss ich noch bis zum Frühjahr warten…

schneesamen

Der “Winterling”, blüht schon recht früh im Januar / Februar und setzt Standard-Krokussen einiges an wildem Leuchtfeuer entgegen. Er mag ruhige Ecken, will nicht gestört werden – manchem wird er schon zur Plage im Garten. Wenn man ihn kauft ist er recht teuer. Ich habe wunderschöne Verschickungsaktionen übers Gartenforum erlebt – meinen habe ich unterwegs aufgegabelt ;o)…und er hat Samen gebildet!

winterlingsamen

“Tulipa Tarda” – eine Wildtulpe die mit ihren nur knapp 15 cm Wuchs “nicht” übersehen wird! Sie wird auch von Ecobulb angeboten – man findet sie aber auch mit noch 2 anderen Arten (zB. Tulipa Bartalinii), in allen gängigen Geschäften. Aber Vorsicht – wenn ich es richtig verstanden habe, denn es gibt hier sehr wenige Informationen im Netz – wird hier noch immer Wildraub in der Türkei und in Vorderasien betrieben.

tulipatarda

Wildtulpen vermehren sich auch über Samen, dh. bis zur Blüte benötigt es 2-4 Jahre. Um sich vermehren zu können benötigt sie somit – ähnlich wie der Winterling – einen ruhigen Standort. Die Alternative, die Samen in einem Topf zu kultivieren, werde ich versuchen. Meine Tulipa Tarda kaufte ich im letzten Jahr bei Obi – (zu 50% reduziert, im November), man bedenke das sie bei Saisonende einfach entsorgt werden. Sie blühten trotzdem so spät gepflanzt, wunderschön – und brachten einige unserer neuen Nachbarn am Gartentor zum Stehen, Fragen und Verweilen.

tulipasamen

Frühblüher werden für mich Thema bleiben – immer wieder und aufs Neue ;o) Aber dem jährlichen Konsumrausch im Herbst mag ich mich nicht hingeben. Ihr werdet also bzgl. dessen immer wieder Neues hier lesen. Ich hoffe es inspiriert. <3


   Sep 24

Jetzt auch auf YouTube!

Ein kleiner Service unsererseits: Wenn ihr mit den üblichen Podcast-Empfängern nicht klarkommt oder nicht so recht wisst, wie das funktioniert, aber öfter YouTube verwendet, könnt ihr unseren Podcast jetzt auch dort hören. In den nächsten Tagen laden wir die bisher erschienenen Folgen hoch und dann erscheint dort auch jeweils die aktuellste Ausgabe im Kanal. Dort könnt ihr den Lightning Garden also auch abonnieren und werdet pünktlich über neue Ausgaben unterrichtet, sobald ihr mal wieder auf der YouTube-Startseite seid.

Und hier gehts lang: The Lightning Garden auf YouTube

Grob in Planung haben wir natürlich auch, den YouTube-Channel für mehr, als nur die Podcast-Folgen zu nutzen. Die Plattform eignet sich ja auch für Dia-Shows vom Garten sowie natürlich für richtige Videos. Letzteres ist allerdings erstmal nur grob in Planung und eher für das kommende Jahr vorgesehen.


   Sep 23

TLG012 – Wir bleiben hier

Der Sommer ist sowas von durch. Wir haben viel zu tun und sind müde, was man uns vielleicht an der einen oder anderen Stelle anhört. Aber trotzdem gibt’s eine weitere Folge – wieder aus dem Garten, denn wir sind noch längst nicht bereit zu gehen. Immerhin bringt der Herbst ja nochmal so richtig Arbeit mit.


   Aug 26

Die Möhren sind im Eimer

Es ist August 2013 und wir haben unsere ersten Erfahrungen gesammelt. Eine ziemlich bekümmernde: In unserem Garten wächst kein Wurzelgemüse. Keine Möhren, keine Pastinaken, die Schwarzwurzeln kümmern vor sich hin, die Petersilienwurzeln sind nichtmal gekeimt und die Rübchen brauchen ewig mehr Zeit, um in halbwegs passable Größen zu kommen und sind dann Wurmzerfressen. Hier gibt es also einiges zu tun.

Unbenannt
So sehen die Möhren aus unserer Gartenerde aus.

Eine Idee bekamen wir von Patrick, dem Green Gardener aus Kalifornien, der mit schwerem Lehmboden zu kämpfen hat. Dieser erzählt uns in seinem Video, dass er Möhren in Eimern anbaut und das gute Ergebnisse bringt. Die Ernte zeigte er zwar nicht, aber wir haben das trotzdem probiert. Er füllt die Eimer mit Komposterde und setzt die vorgezogenen Pflänzchen drauf. Dann sollen die Möhren zumindest 20 Zentimeter lang werden:

Wir hatten leider noch keine Komposterde, dachten uns aber: Hinter der Kolonie wachsen viele Brennesseln und das soll ja anzeigen, dass die Erde da prima ist. Also haben wir von dort etwas Boden geholt und in einen Eimer getan. Obendrauf auch vorgezogene Möhren-Pflänzchen. Dann hieß es warten. Und tatsächlich: Es entwickelte sich schönes Grün und nach einiger Zeit guckten dicke Möhren-Oberteile aus der Erde. Also haben wir geerntet.

Erstmal den Eimer in der Schubkarre auskippen…

Unbenannt

Sieht doch gut aus. Also mal auseinandernehmen und gucken, was da in der Erde ist. Und…ohje:

Unbenannt

Erste Enttäuschung machte sich breit. Aber nicht nur, wir können das ja durchaus mit Humor nehmen. Daher, hey, hier unsere tolle Möhrenernte aus dem Eimer!

Unbenannt

Na das ist immerhin gut das Zehnfache dessen, was wir so aus den Beeten holen konnten! Jetzt muss nur noch jemand die Zeit und die Lust finden, dieses Kuddelmuddel in eine Portion Möhrengemüse zu verwandeln. Und nächstes Jahr probieren wir das auf jeden Fall nochmal – aber dann mit richtiger Komposterde.

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