The Lightning Garden

Der Podcast übers urbane Kleingärtnern

   Mrz 23

Licht und Schatten

Das Auf und Ab des Tierhalters: Wir haben an diesen Tagen einiges erlebt und sind etwas mitgenommen. Vor einigen Tagen war die Freude groß: Die ersten Neugeborenen überhaupt lagen im Nest eines unserer Kaninchen-Mädchen. Heute dann der Schock. Keine Jungtiere mehr da, nur noch etwas blutverschmierte Masse. Die Mutter hat ihre Neugeborenen gefressen. Nun sind wir am überlegen und in Diskussion mit unserem Züchter-Kollegen, aber es wird wohl darauf hinauslaufen, dass diese Häsin – schlechte Mutter wie sie ist – als erste im Topf landet.

Auf der anderen Seite herrscht viel Aufregung wegen der Neuzugänge. Heute zogen drei Hühner in den Garten ein. Etwas überraschend kamen wir dann doch nicht zu den geplanten Federfüßigen Zwerghühnern, sondern zu Seidenhühnern.

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Aber die sind total freundlich, sehen lustig aus und der Transport aus dem Rhein-Main-Gebiet hierher sorgte erstmal dafür, dass eine Henne vor Schreck ein Ei legte. Auch wenn es jetzt aufgrund der Aufregung wohl erst einmal eine Pause gibt, freuen wir uns auf mehr davon.

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   Mrz 13

TLG019 – Feministischer Frühling

Es wird wieder Frühling und vieles entwickelt sich – die Natur gerade mal wieder viel schneller als diese Menschengesellschaft. Gärten, Hühner, Feminismus – vielleicht die Schrecken des normalen Podcast-Hörers in einer Folge vereint. Na und? Wir haben, wie ihr nun schon annehmen könnt, so manches zu erzählen.

Shownotes:
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   Jan 22

So ein Käse

Wir sind nun doch endlich dazu gekommen, einen dieser Winterabende für Experimente zu nutzen. Heute wurde Käse gemacht. Genauer gesagt: Panir. Den kennt ihr vielleicht, wenn ihr im indischen Restaurant mal Palak Panir bestellt habt. Die Übersetzung auf der Karte lautet dann meist: “Hausgemachter indischer Rahmkäse mit Spinat”. Und während ihr da in vielen Fällen einer kleinen Lüge aufsitzt, haben wir jetzt wirklich hausgemachten Panir.

Und das ganze ist nichtmal eine besondere Hexerei. Denn für diesen Käse braucht ihr nicht unbedingt frische Milch vom Bauern, einen perfekt klimatisierten Reifekeller und viel Zeit. In maixmal zwei Stunden habt ihr bereits den Käse zubereitet, den ihr in ein oder zwei Tagen weiterverarbeiten könnt. Und das geht so:

  • 2 Liter normale Vollmilch in einen Topf schütten und aufkochen. Je nach Geschmack mit wenig Salz und vielleicht auch einigen Kräutern würzen.
  • Vom Herd nehmen und beim Rühren langsam etwas Essig oder Zitronensaft zugeben. Das sorgt dafür, dass die Milch ausflockt, so wie ihr es kennt, wenn ihr alte Milch in den Kaffee kippt.
  • Danach das ganze in ein mit einem Küchentuch ausgelegtes Sieb kippen. Wenn ihr die Molke behalten wollt, könnt ihr die gern unten auffangen.
  • Wenn alles etwas abgekühlt ist, dreht ihr das Tuch zusammen und presst so noch die Restmolke aus dem Käse. Dann ab in den Kühlschrank damit und ein bis zwei Tage liegen lassen.

 
Jetzt habt ihr fertigen Panir, den ihr weiterverarbeiten könnt. Für gewöhnlich wird er gebraten und gewürzt und wie Tofu verwendet.


   Dez 31

TLG018 – Mehr als gedacht

Falls ihr schon nicht mehr damit gerechnet habt, in diesem Jahr noch etwas von uns zu hören: Überraschung! Auf den letzten Drücker am Silvesterabend liefern wir doch noch. Nachdem wir so lange nicht zu einer ordentlichen Sendung gekommen sind, geben wir euch erstmal einen Überblick, wie unser Gartenjahr gelaufen ist. Dabei merkten wir selbst, dass letztlich doch viel mehr geschehen ist, als wir im ersten Moment dachten. Und ihr erfahrt auch mal wieder etwas mehr aus dem Innenleben eines Kleingartenvereins.

Nach den Shownotes findet ihr, wie angekündigt, noch einige Bilder des Gartenjahres. :)


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   Aug 18

TLG017 – Durch die Zeit gehoppelt

Au weia. Haben wir lange nichts von uns hören lassen. Daher hier erstmal eine kleine Folge im Solo-Modus, damit ihr euch nicht so ganz allein gelassen fühlt. Christian erzählt euch von dem, was ihn dieses Jahr im Garten am meisten beschäftigt hat: Die Einführung der Kleintierzucht in den städtischen Kleingarten. Hoffentlich wird Katy in der Folge nicht zu sehr vermisst. In der nächsten ist sie wieder dabei und bis diese erscheint, wird es nicht nochmal so lange dauern. Versprochen.

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   Mai 06

Gärtner gegen Gärtner?

Gerade erst haben wir uns noch sehr erfreut darüber geäußert, was unsere Vereins-Zeitschrift “Gartenfreund” leistet, schon gelingt der Redaktion ein regelrechtes politisches Desaster. Völlig unkommentiert wird ein Leserbrief zum Thema des Volksbegehrens zum Tempelhofer Feld übernommen, der nicht nur mit falschen Behauptungen hundertprozentig die Interessen des Berliner Senats vertritt, sondern auch noch Gärtner gegen Gärtner ausspielt. Vermutlich ist die Autorin des Schreibens der Berliner Regierungs-Koalition parteipolitisch verbunden – anders lässt sich ein solcher Text kaum erklären. Leider ist es nicht möglich, in der gedruckten Ausgabe darauf einzugehen, da diese erst nach der Abstimmung über den Volksentscheid erscheinen wird. Daher an dieser Stelle noch der Versuch, einiges klarzustellen. (mehr …)


   Apr 08

TLG016 – Knoblauchhorste und Fruchtfliegenalarm

Fühlt es sich so an, berühmt zu werden? Wissen wir auch nicht, immerhin haben wird das noch nie erlebt. Aber wir dürfen uns zumindest über neue Hörer freuen. Und natürlich über den Frühling – die arbeitsreichste Zeit für den aktiven Gärtner. Denn jetzt werden die Grundlagen für das ganze Jahr gelegt.

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   Jan 26

TLG015 – Ein bunter Strauß Kartoffelblumen

Wer sich in Berlin auch im Januar gern mit Dingen rund um den Garten beschäftigen will, geht am besten auf die Grüne Woche. Die Messe besteht nämlich nicht nur aus Trink- und Essenständen aus aller Welt, sondern bietet auch zahlreichen Ehrenamtlichen Platz. Also haben wir uns mit Leuten unterhalten, die tolle Dinge rund um den Kleingarten tun. Wir trafen jemanden, der sogar weiß, welche Kartoffelsorte in welcher Farbe blüht. Und es gab so einiges über die Kaninchenhaltung nach Selbstversorger-Art zu erfahren. Und dabei haben wir natürlich das Mikrofon für euch mitlaufen lassen.

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   Jan 19

Urban und Inspirierend

In dieser Kategorie findet Ihr all unsere Bücher – die uns in der urbanen Raumgestaltung eines Kleingartens berührt und inspiriert haben. Auch wenn wir vieles im Netz finden und hier nicht festhalten, gehe ich davon aus das in den nächsten Jahren bestimmt immer wieder ein “Print” seinen Weg hierher finden wird…

 

“Schöne Gärten für Sparsame” von Alys Fowler

Eines von Zweien unserer ersten Gartenbücher! “Danke Mutti für Deine immer wieder so einfühlsamen und tollen Geschenke!” Als Christian und ich unseren Garten übernahmen, war es November und wir hatten nicht ein Gespräch darüber geführt, wie jeder einzelne von uns beiden sich denn den Garten nun vorstellte. Die Lösung kam per Post, wir schlugen die Bücher auf sagten gleichzeitig – “Oh ja! So!!” Mittlerweile gibt es das Buch schon in neueren Auflagen und neuen Covers – der Charme ist jedoch  noch derselbe. Alys Fowler, steht in und nach einem bewegten Leben zum “slow gardenening”. Der Weg ist das Ziel und Selbermachen ist Trumph! Allerdings muss man zum Buch sagen: Was man hier auf wirklich tollen Bildern sieht, lässt sich meist nicht einfach so mal umsetzen! Die wunderschönen Champagnerkisten sind kaum zu ergattern :) und was sich einfach liest, ist über viele Jahre erarbeitet. Aber es ist machbar…nur eben nicht sofort. :) Ein sehr schönes und doch umfangreiches Buch mit vielen Denkanstößen.

 

“Mein Küchengarten” von Alys Fowler

Das Zweite unserer ersten beiden Gartenbücher und es lohnt sich wirklich beide Bücher gemeinsam zu entdecken, da sie sich gegenseitig abrunden und ergänzen. Gerade dieser Band gibt viel der dahinterstehenden Philosophie des Ganzen dar und die Fotographien sind so gut, dass man sich selbst darin entdecken kann. Jeden Zentimeter zu nutzen und auch über die Grenzen des eigenen Gartens hinauszudenken – toller Input für alle die noch mal anders starten wollen oder gerade am Einstieg in das Abenteuer Garten sind.

 

“Das große Buch vom Leben auf dem Lande” von John Seymour

“…ein praktisches Handbuch für Realisten und Träumer” – Klassiker! Unsere Nahrung wird teuer und immer schlechter. Wer nicht ganz auf Fleisch, Eier, Milch und Butter  verzichten mag – sollte sich irgendwann mit unserer Tierhaltung auseinandersetzen. Wer die Möglichkeit eines Gartens hat, beginnt vielleicht auch von einer weitestgehenden Selbstversorgung träumen. John Seymour begann damit schon vor über drei Jahrzehnten. Nun sind wir im städtischen Kleingarten nicht auf dem Lande, aber es ist ein Einstieg in neue Auseinandersetzungen. Wir haben ein älteres Exemplar, von dem es gebrauchte Stücke teils preiswerter, teils aber auch als Sammlerstück teurer, ebenfalls gibt.

 

“Selbstversorgung aus dem Garten” von John Seymour

Auch ein Klassiker und das für den Stadtgarten wohl weitaus besser geeignete Buch – mit einem ganzen Kapitel über geeignete Tierhaltung im kleinen Garten. Von Kaninchen, Hühnern, Tauben und Bienen. Illustrierter Index, Ablauf des Gartenjahres mit allen anfallenden Arbeiten, Planung, die Tiefkultur, Gewächshaus bis zu den Klimazonen. Ein schon oft in neue Auflagen überarbeitetes Buch in dem es sich lohnt, immer wieder nachzuschlagen.


   Jan 15

Vom Werkeln und Bauen

“Neue Gartendeko aus Beton selbstgemacht”

“Das Gießen von Trittsteinen”, so erzählte mir eine über 70-jährige Nachbarin, “hat schon mein Vater gemacht”. Im “Gartenforum” stieß ich auf einen Austausch und beeindruckende Bilder über das Arbeiten mit Beton im Garten. Bemooste Skulpturen, Pflanztröge und Brunnen – individuelle, günstige Plattenwege. Nicht Naturstein oder teure Hölzer vom Handel. Ich begann mit runden Trittsteinen. Es ist günstig, macht sehr viel Spaß und ist individuell. Ein Sack einfacher Estrich (max. 3 Euro) ergibt einige Trittsteine – Dekosteine über den Winter in Ein-Euro-Läden Schnäppchen geschlagen (gerade bei Restposten Mengen und Preis vergleichen!) – runde Blumentopf-Plastikuntersetzer und Öl aus der Küche. Dann bekam ich dieses Buch mitgebracht. Manches sprach mich gar nicht an. “Möchte ich einen Gugelhupf aus Beton im Garten…?”…”Oder einen Grilltisch?”….aber gerade verschiedene Techniken, was Hohlräume schaffen angeht oder bzgl. vermooster Patina, werden hier gezeigt. Definitiv nur ein Basis-Buch und man muss eigene Erfahrungen machen. Sicherlich aber ein tolles Geschenk. Ich werde im nächsten Jahr weiter üben und Euch teilhaben lassen.

 

“Werkbuch Biogarten”

Dieses Büchlein habe ich blind per Zufall mitbestellt gehabt. Ich suchte noch etwas kleines um den Versandpreis zu sparen. Ein Glücksgriff.

Viele Ideen, kurz gefasst erklärt. Sehr schön zum Verschenken und Grundgedanken machen. Vom Vogelhaus, Hügelbeeten, Gerüstbau bis einfachem Kellerbau – alles skizziert, praktisch und mit Maßen versehen. Da es trotz allem ein “Büchlein” ist, lohnt sich weiteres recherchieren. ;) Interessant auch die beiden Autorinnen, in Alter und Werdegang.

 

“Lust auf Beton”

Und noch einmal ein Buch über die Arbeit mit  Beton. Auch hier schöne Ideen zum weiterspinnen. Etwas anstrengend die Liebe der Verfasserinnen zu Häkeldeckchen, dafür aber sehr praktische Umsetzungen. Allerdings keine genauere Anleitung über das Mischen mit Torf, Buttermilch und Herstellung von Patina *

“Vergessene Künste”  Bilder vom Alten Handwerk / John Seymour

Ein wunderschönes Buch über alte Handwerkskunst die manch einen inspirieren mag. Zwar aus dem englischen Raum, doch lässt sich vieles (nicht alles) auch hierzulande übertragen. Es geht vom Rechen zum Besen herstellen über Mauern und Hecken anlegen, zu Stühlen, Booten, Seilen und Netzen, Messern, Töpfern-Dachziegeln bis Spinnen , Weben und Kerzen. Ein Input zu all dem was uns heute nicht mehr zugänglich ist. Ein sehr inspirierendes Buch* Im Grunde würde es in die Kategorie “Historisches” gehören aber – dafür ist es fast zu wertvoll! Und darum findet Ihr es hier!

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